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Umgang mit Konflikten
Aus dem Leitfaden Kommunikation. Alle Bewohnenden haben ein Ja zu diesem Vorgehen.
Grundhaltung
Gemeinsam entwickeln wir eine Kultur, in der wir ehrlich, authentisch, fühlend und mitfühlend miteinander umgehen und uns zeigen können. Wir gehen davon aus, dass wir uns nicht verletzen, sondern wohlwollend begegnen wollen. Jede Person ist bereit, bei sich selbst hinzuschauen, nicht im Drama zu bleiben und andere nicht zu beschuldigen. Wir wollen uns nicht überfordern, aber auch nicht mit Samthandschuhen anfassen.
Ansprechen
- Bevor ich jemanden mit einem Thema konfrontiere, das bei mir eine Irritation ausgelöst hat, frage ich nach, ob die Person jetzt Kapazität hat. Wer keine Kapazität hat, geht später auf die anfragende Person zu.
- Ich bin ehrlich: Wenn ich mit dir etwas zu klären habe, spreche ich es direkt mit dir an, in der Ich-Form.
- Es gibt klar definierte Räume (z. B. Forum, Heart IQ), in denen «ungefiltert» ausgesprochen werden darf, was gerade da ist.
- Auch Drittpersonen dürfen einen Konflikt ansprechen. («Mich belastet dieser Konflikt zwischen euch.»)
Vorgehen
- Die Beteiligten lösen den Konflikt selbst.
- Gelingt das nicht, bitten sie andere Bewohnende um Unterstützung (Raum halten, spiegeln, Leitung).
- Gelingt auch das nicht, lösen sie den Konflikt mit externer Unterstützung (Coaching, Beratung). Ein finanzieller Beitrag kann im Orgakreis angefragt werden.
Jede Person übernimmt (oder delegiert) die Verantwortung, eine Lösung zu finden. Bei einem offenen Konflikt ist es wünschenswert, eine schlichte, sachliche Info in den grossen Kreis zu bringen – mit dem Wunsch an die Gemeinschaft oder einer Bitte um Unterstützung. Die betroffene Person wird vorab informiert.
